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Die Begleitflagge Weshalb würden wir so ein Symbol haben wollen? Weshalb ist die Begleitflagge weiß? Wie wird sie zur Schau gestellt? E-Mail (Ihre Kommentare, Ideen und Vorschläge) [Anmerkung: Die Begleitflagge ist keiner Organisation, religiösen oder politischen Gruppe angeschlossen.] |
Nein, und das ist sehr wichtig. Der Erfolg der Begleitflagge hinsichtlich ihrer Annahme und ihrer Anwendung wird davon abhängig sein, ob diese höchst wichtige Eigenschaft weltweit akzeptiert und anerkannt wird. Die Begleitflagge steht nicht dafür, was nicht gemeinsam unter den Menschen ist, in Bezug auf was sie tun, halten, wissen oder erfahren. Sie steht für alles, was Menschen gleichermaßen tun, wissen, erfahren oder als Wahrheit anerkennen - trotz ihrer Unterschiede. Sie repräsentiert daher nicht einen bestimmten Standpunkt, einen Glauben oder eine Sache. Diese Aussage ist korrekt, ganz gleich wie wichtig der besondere Standpunkt, Glauben oder die Sache erscheinen mag, oder wie tief die Überzeugungen derer, die sie umfassen oder ablehnen, gehen mögen. Ein besonderer politischer Standpunkt zum Beispiel (im Gegensatz zu der Tatsache, daß alle Menschen unter dem Einfluß verschiedener politischer Standpunkte leben); ein besonderer religiöser oder geistiger Glaube (im Gegensatz zu der Tatsache, daß die meisten Menschen unter dem Einfluß einer Reihe von religiösen und geistigen Glauben leben); eine besondere Weltansicht; eine besondere "Antwort" zu einem moralischen oder ethnischem Dilemma; eine besondere Sozial- oder Wirtschaftsphilosophie; ein besonder Glaube zur Rechtfertigung eines Krieges oder zur Notwendigkeit des Friedens -- dies sind alles Überzeugungen, die nicht gemeinsam von allen Menschen der Welt geteilt werden. So wichtig, wie sie erscheinen mögen in der Tat, einige Menschen würden sagen, sie gehören zu den wichtigsten aller Erwägungen sie sind dennoch ein Teil dessen, was uns trennt. Sie kommen nicht in den Bereich dessen, was durch die Begleitflagge repräsentiert wird. Die Begleitflagge kann niemals so angesehen werden, als repräsentiere sie die eine oder die andere Seite in einem fortwährenden Konflikt, einer Kontroverse oder einer Debatte; sie zeigt nicht den Ausweg, wenn menschliche Ansichten zusammenstoßen. Das, was nicht gemeinsam unter den Menschen ist, in Bezug auf was sie tun, wissen, erfahren oder als Wahrheit anerkennen - trotz ihrer Unterschiede, gehört nicht in ihren Bereich. Die Erfahrung, dem männlichen Geschlecht anzugehören, aber auch die Erfahrung, dem weiblichen Geschlecht anzugehören, ist zum Beispiel keine gemeinsame Erfahrung aller Menschen. Weder das eine noch das andere Geschlecht wird durch die Begleitflagge repräsentiert. Was repräsentiert wird, ist die Erfahrung männlich oder weiblich im größeren Zusammenhang der Menschheit zu sein -- und alle menschlichen Lebenserfahrungen, ungeachted ihres Geschlechts, werden repräsentiert. Die Entscheidung zur Gewaltanwendung oder zum Krieg ist ein anderes Beispiel. Dies ist eines der schwerwiegendsten aller menschlichen Dilemmata. Philosophen, Religionsführer, Lehrer, Richter und Politiker jeder Art haben sich dieses Themas seit urdenklicher Zeit angenommen. Es wäre unangemessen, wenn der Verfasser seine Hoffnung verbergen würde, daß die Begleitflagge wenn sie erst einmal angenommen würde diese Welt zu einem friedlicheren, mitfühlenderen Platz machen würde; aber, sollte es so sein, dann wäre es nicht ein Resultat dessen, daß den Menschen gesagt wird, was sie denken oder tun sollen, sondern es sollte eher von einem erhöhten und belebten Gefühl der gemeinsamen Menschlichkeit kommen. Die Begleitflagge ist keine Friedensflagge oder eine Antikriegsflagge. Pazifismus ist keine Überzeugung, der von allen Menschen gemeinsam geteilt wird, genauso wenig wie feuriger Militarismus eine solche ist. Aus dem gleichen Grunde sollte es offensichtlich sein, daß die Begleitflagge keine Kriegsflagge ist obgleich, wenn sie angenommen werden würde, sie mit in den Krieg getragen würde, Seite an Seite mit den Flaggen, die die Verschiedenheit und Trennung beider Seiten kennzeichnet. Es gibt keine Philosophie der Gleichheit; es gibt nur die Tatsache der Gleichheit; und ihren unvermeidlichen Effekt auf unseren Verstand und unsere Herzen: Mitgefühl und eine Tendenz zum größeren Verständnis. Die Idee hinter der Begleitflagge ist es, daß die Tatsache unserer gemeinsamen Menschlickeit an sich ausreichend genug ist, um so ein permanentes und auffälliges Symbol zu rechtfertigen etwas faßbares, das dies bestätigt und uns daran erinnert - und besonders unsere Kinder und alle zukünftigen Generationen daran erinnert - daß wir als Menschen, zusätzlich zu unseren sichtbaren und häufig problematischen Unterschieden, durch eine große Reihe gemeinsamer Gefühle, Verhaltensweisen, Lebenserfahrungen und unserem Wissen beeinflußt werden. Um diese Bindung zu symbolisieren, haben wir eine einfache, weiße Flagge, nach oben mit einem farbigen Streifen abgeschlossen, gewählt eine anspruchslose Flagge, die sich diesen Symbolen, die wir über Jahrhunderte benutzt haben, um unsere Zugehörigkeit und Untertanentreue zu proklamieren, nicht nur anschließen soll sondern sie auch ins Gleichgewicht bringen soll. Zu diesem Zweck steht die Begleitflagge für die Idee, daß die Gemeinsamkeit unter den Menschen in der Tat wichtig ist, und daß sie es wert ist, anerkannt zu werden. Darüberhinaus jedoch steht sie nicht für irgendeinen Standpunkt oder irgendeine Sache, und sie fordert nicht zum Handeln (oder zur Passivität) auf. Vergessen Sie nie, daß die Begleitflagge für alles das steht, was Menschen gleichermaßen tun, wissen, erfahren oder als Wahrheit anerkennen trotz ihrer Unterschiede. Daß es wichtige Unterschiede zwischen allen Menschen der Welt gibt, gegeben hat und immer geben wird, sogar in den gleichen Städten, Orten und Dörfern, daran gibt es keinen Zweifel. Die Begleitflagge deutet nicht auf diese Unterschiede hin. Sie ist weder dazu gedacht, sie herunterzuspielen oder zu verkleinern, noch den Stolz oder die Befriedigung eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen (sei es eine Nation, eine Rasse oder eine andere zugehörige Gruppe) zu verringern, den sie gerechterweise aufgrund ihrer Einmaligkeit und Verschiedenheit von anderen fühlen mögen. Nächste Seite: Weshalb ist die Begleitflagge weiß?
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